Posterous theme by Cory Watilo

Indien - Ein Fazit

Ja, wir sind wieder zuhause und ja, es war eine tolle Reise. Leider hat der Blog ein wenig unter der schlechten WiFi-Situation in Südindien gelitten. Wenn das Geschriebene bzw. Fotografierte nicht sofort online gestellt werden kann, hat die ganze Sache nicht den richtigen Drive. 

 

Den vorletzten Tag verbrachten wir im Flughafen von Bangalore, dem indischen Silicon Valley, wo geschätzte 99,9% aller Reisenden ein Laptop und Blackberry besitzen. 

Nach der Weihnachtsgeschichte Teil 2 stand noch einmal ein Tag Powershopping in Ernakulum auf dem Programm. Am letzten Abend konnte ein Typ aus dem Hotel sogar ein richtig kaltes Bier organisieren. 

 

Mit den Bildern wird es dieses Mal noch ein bisschen dauern.

 

Danke für das fleissige Lesen und die vielen Besuche auf derherrschmitt.de

 

Silke&Thorsten

Old Goa

In Old Goa gibt es außer Kirchen, Ruinen, Kultur und der größten Glocke Asiens nicht viel zu sehen. Insgesamt macht das Städtchen aber einen sehr netten Eindruck. ...gestern noch über den Kaffee beschwert, heute best coffee in town gefunden, u know!

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Panjim - Old Goa

Mittlerweile sind wir in Panjim, der Hauptstadt von Goa angekommen. Wir vertreiben uns die Zeit mit Shopping und dem Besuch von Old Goa. Die Portugiesen haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet, beim Frühstück auf der Dachterasse fühlt man sich ein wenig in die Kolonialzeit zurückversetzt. Der Kaffee war damals bestimmt auch schon gewöhnungsbedürftig. 


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Palolem - Gokarna

Total übernächtig setzt uns der Bus in Palolem/Goa ab. Wir nehmen eine Riksha Richtung Strand. Es gibt eine Bar, die 24 Stunden offen hat und wir gesellen uns um fünf Uhr morgens zu dem, was die Partynacht so übrig gelassen hat. Das Highlight ist eine ziemlich krasse Schlägerei zwischen Indern und Engländern, bei der sich ein Brite 3 Stunden nicht mehr aus dem Wasser traut. Heftig. Zusammen mit zwei netten Deutschen verlassen wir Palolem. Wir fahren zu fünft mit dem Jeep nach Gokarna. Gute zwei Stunden später erreichen wir das Küstenstädtchen und beziehen ein Zimmer mit Seeblick. Ab sofort konzentrieren wir uns auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse, wie Essen, Schlafen und Massagen. 

Hampi - Nachtbus nach Goa

Bis zur Abfahrt des Nachtbuses ist noch Zeit. Also vertreiben wir uns diese mit einer kleinen Wanderung zu den Wasserfällen von Hampi. Sämtliche Führer am Wegesrandrand lehnen wir ab. Wir sind ja schon groß. Irgendwann finden wir uns in Mitten einer Bananenplantage und wissen nicht weiter. Nur gut, dass uns einer der Führer gefolgt ist und uns den Weg jetzt zeigt. Ich entdecke Parallelen zu "Wayne's World 2". Der Teil mit dem Indianer in der Wüste. Das Szenario als Wasserfälle zu bezeichenen, ist vielleicht etwas übertrieben. Hier geht es erst richtig ab wenn der Monsun kommt. Viel Interessanter sind die ausgewaschenen Felsformationen.  
Mit dem local Bus geht es nach Hospet, wo wir auf den Nachtbus nach Goa warten. Während wir warten treffen wir einen Schwaben, der eine Runde Bananen schmeisst und einen kleinen rothaarigen englischen Hobbit. 
Die beiden sind allerdings unterwegs nach Gokarna südlich von Goa. 
Im Nachtbus gibt es richtige Betten. Gute Nacht. 



Hampi - Rockstars

Die erste Tat des Tages ist die Buchung eines Nachtbuses nach Goa fuer morgen Abend. Das klappt alles einwandfrei und der Reisebueromann raet uns zu einer Rikshatour durch die Tempel. Ein Reisebuero in Indien besteht meist aus einem Mann, dem Reisebueromann, einem Tisch, vier Stuehlen und je nach Tischgroesse, aus einem Computer oder zumindest einem Monitor. Die wichtigsten Utensilien sind jedoch Handy und Quittungsblock. Damit sind die drei Quadratmeter Raumgroesse gefuellt und die Reise gebucht.
Die Tempelanlagen Hampis sind beeindruckend und man fuehlt sich leicht an Angkor Wat erinnert, auch was die Temperaturen betrifft.
In den Tempeln sind gefuehlte 150 Schulklassen unterwegs, die uns nach unseren Namen fragen und am laufenden Band fotografiert werden wollen. An diesem Tag schuetteln wir 150 mal 20 Haende, sogar die Lehrer freuen sich ueber Westler. Am Abend jedoch nimmt das Rockstarleben groessere Ausmasse an. Silke und Eva geben Autogramme auf der Hauptstrasse.
Nachdem ein verrueckter Inder mit einer Nadel auf mein Ohr zugestochen kommt um mir Ohrenschmalz zu enfernen, beschliessen wir uns doch wieder dem Kulturprogrann zuzuwenden. Wir gehen in den Tempel und lassen uns vom Gott des Wissens und der Weisheit segnen. Dieser Gott steht hier in Form einer Elefantendame namens Lakshme. Sie nimmt ein paar Rupien mit dem Ruessel und legt diesen anschliessend auf unseren Kopf. Einer nach dem anderen. Wir beenden den Abend bei einer intellektuellen Lemon-Soda Runde.
P.S. WLAN ist hier echt Mangelware, Bilder gibts spaeter.

Hampi - kein Bier, kein Fleisch

Wenn man im Nachtbus schlafen kann, hat dieser Transport entscheidende Vorteile. Es gibt keinen Stress bei der Auswahl der Unterkunft, der ganze Tag ist nutzbar und man spart sich eine Uebernachtung.

Die Stadt Hampi hat ein ganz anderes Flair als das was wir bisher gesehen haben. Alles ist ziemlich entspannt und durch die Tempelanlagen wirkt es hier zum erstenmal ein wenig spirituell. Ausserdem gibt es kein Bier und kein Fleisch. Verboten!
Wir erkunden die Gegend zu Fuss, melden uns bei der Polizei, weil die das so haben wollen, bestaunen das polizeieigene Gaertchen und sehen wie ein Kind sein Geschaeft auf der Hauptstrasse verrichtet.
Es ist tierisch heiss in Hampi und vor dem Essen goennen wir uns eine kleine Pause. Siesta! Nach dem einem fantastischen Masala-Dinner sehen wir uns eine Art Prozession auf der Hauptstrasse an. Rund 20 Maenner tragen eine Gottheit Richtung Tempel. Das Teil sieht wahnsinnig schwer aus. Ein Grund dafuer koennte das Stromaggregat auf der Rueckseite der Gottheit sein, welches fuer das ganze Bling, Bling zustaendig ist. Ein paar Hippies tanzen zur Musik, es sind allerdings die einzigen, die Einheimischen opfern Obst und beten. Hippies halt!

Mysore - Im Nachtbus

Wir sitzen im Nachtbus nach Hospet, von da aus geht es dann weiter nach Hampi. Bisher sieht alles ziemlich bequem aus. Es ist zwar kein Sleeper aber die Sitze lassen sich relativ weit zurückklappen. Passt.

Den zweiten und letzten Tag in Mysore verbrachten wir zum großen Teil mit... sagen wir mal... Regenation.

Mysore - Man(n) spricht Deutsch

Um 10:30 Uhr öffnet die Bank. Unser Schlüssel zu Reichtum und Rum, da im Geldbeutel Ebbe ist. Für das Frühstück reicht es und die letzte viertel Stunde warten wir vor der Bank, wo uns geschäftstüchtige Inder Flöten andrehen wollen, auf denen man den Titanic-Soundtrack spielen kann. 
Mit vollen Taschen gehen wir auf den Markt. Wahnsinn. Ein kleiner Junge macht extra für uns Räucherstäbchen. Sein Chef begrüßt uns in überraschend gutem Deutsch, zitiert Fettes Brot und kennt auch ein paar Zeilen aus Helge Schneiders Fitze, Fitze, Fatze, ohne zu wissen was das bedeutet. Wissen wir es? Egal, der Typ ist der Hammer, er kennt die Fanta4 und die Toten Hosen. 
Das Highlight in Mysore ist der Maharadscha Palast. Wir leisten uns eine Privatführung und sind beeindruckt von dem ganzen Zeug. 
Bei der Restaurantauswahl verlassen wir uns heute auf den LonelyPlanet, der uns in einen Nobelschuppen führt. Im Backpackeroutfit ziehen wir uns das wahrscheinlich beste Essen rein, seit wir in Indien sind. In Deutschland bekäme man dafür allerdings gerade mal ein Schnitzel. 
Bei einem kühlen Bier auf der Dachterasse gegenüber unseres Hostels lassen wir den Abend ausklingen. 
Jetzt beschäftigt uns nur noch eine Frage: Gibt es in Indien Unterhosen mit Taschen weil die Männer Röcke tragen oder gibt es die Dinger bei uns auch?

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