Von Hilo fährt man ungefähr 45 Minuten zu den Vulkanen. Hier regnet es immer mal wieder aber das kann für den Kreislauf eigentlich nur gesund sein und stärkt bestimmt die Abwehrkräfte.
Die Kratertour starten wir also mit langen Hosen, je weiter es Richtung Wasser geht, desto wärmer wird es.
Vorbei an einigen Kratern und einem Lavatunnel kommen wir schließlich an eine Straße, die von einem Lavastrom überflutet wurde. Road closed!
Leider hat sich die Lava gerade versteckt und fließt seit einigen Tagen nicht mehr ins Meer. Also können wir die Megadampfwolke nicht sehen.
Vielleicht sehen wir das Spektakel aber von der anderen Seite der gesperrten Straße. Also schlappe 50 Meilen zurück und runter ans Wasser. Hier begrüßte uns ein Vulkanexperte, der heute zufällig Parkplatzwachdienst hatte und erklärte, dass es gerade nix zu sehen gibt. Die Lava hat sich ins Land verzogen und rauscht in unterirdischen Tunneln davon. Außerdem ist seit einigen Tagen Alarmstufe Rot, da letzten Samstag ein Haus verschluckt wurde.
Wir gehen trotzdem ein paar Schritte und dann erblickten unsere Augen eine Szenerie, die das Gehirn erst im zweiten Moment verarbeiten konnte.
Hier stehen wirklich Wohnhäuser auf einem erkaltetem Lavastrom. Verrückt!
Die Vorteile liegen auf der Hand. Man hat wenig Stress mit Nachbarn, Meerblick, Lavablick und wahrscheinlich gibt es nirgendwo in den USA billigeres Land, außer vielleicht auf dem Mond (der gehört doch auch den Amis, oder?).
Der Tank ist noch halbvoll und da wir die Karre leer zurückgeben müssen, cruisen wir wieder zurück in den Volcano Park.
Und weil es schon dunkel ist, sehen wir jetzt doch noch in Peles Schlund, also quasi in einen aktiven Vulkan. Absolutely amazing.
Als erstes wurden heute die warmen Sachen im Rucksack “nach oben” gepackt. Auf dem Mauna Kea ist es nämlich kalt, aber davon sollte man in 4200 Meter Höhe auch ausgehen.
Da der Hawaiianer auch die Erhebung unter Wasser mitrechnet, handelt es sich nicht nur um den höchsten Berg der Insel, mit ca. 9000 Metern (inkl unter Wasser) sprechen wir vom höchsten Berg der Erde. Wieder mal ein schönes Beispiel, wie die Amis die Welt verarschen.
In Hilo haben wir uns also einen Allrad (7-Sitzer) gemietet und sind damit los in Richtung Berg.
Bis wir oben waren hat es schon ein wenig gedauert und der Höhenunterschied von 0 auf 4200 ist nicht für alle Passagiere sooooo angenehm.
Letztendlich die Belohnung: Sonnenuntergang über den Wolken. Wir sind sprachlos… der Inder neben uns nicht… Überredet… Fotosession!
Auf dem Rückweg halten wir nochmal an der Mittelstation an. Hier stehen jetzt 15 Teleskope rum, mit denen man sich die Sterne ansehen kann. Ein richtig dickes Teleskop projeziert sogar den Jupiter mit Mondschatten auf einen Tisch. Wissenschaft, die begeistert. Man fühlt sich an Helden wie Joachim Bublath erinnert, vielleicht auch ein bisschen an Rangar Yogishwa(r).
Nach einer lässigen Autofahrt an den südlichsten Zipfel der USA, sollte man sich schon ein bisschen die Füße vertreten. Also rein in die Wanderstiefel und los zum nächsten Geocache. Der wiederum lebt in perfekter Symbiose mit unserem Wanderziel - Green Sand Beach. Kein Scheiß, Leute, der Sand ist hier wirklich grün. Um lange Erklärungen zum Grün zu vermeiden… Es hat was mit der Lava zu tun.
Auf relativ kurzer Distanz hat Big Island hier einiges zu bieten. Lavafelder, karge Landschaft, wiesen, Wälder und tropisches Dickicht.
Als fleißige Geochacher zieht es uns zum nördlichsten Punkt auf der Insel. Und da gibt’s Überraschungen. Einmal die Aussicht, atemberaubend. Und zum Zweitem 2 local girls, die sich angeregt mit uns unterhalten. Komisch. Plötzlich wird alles klar und auf unserer Rücksitzbank liegt jetzt die entliehe Ausgabe des “Wachturms”.
Sportlich, wie immer, einmal runter ins Pulolu Valley und wieder hoch. Wir schwitzen.
Das Frühstück war heute wirklich etwas chaotisch. Hier heißt es “Hang Loose”. Bei uns würde man sagen, wir haben eine halbe Ewigkeit gewartet. Aber egal, wir haben Zeit.
Mit unserem Ford Focus sind wir einfach mal Richtung Süden gefahren und haben uns sportlich alles abverlangt. Das sah so aus.
Kayak und Schnorchelzeug gemietet und raus aufs Meer zum Denkmal des Seefahrers Cpt. Cook. Das Boot haben wir dort professionell an Land gezogen und die Unterwasserwelt betrachtet. Die Fische sind genauso bunt wie in Thailand aber ein kleines bisschen größer. Wahnsinn!
Der Jetlag hängt uns übrigens immer noch in den Knochen. Wir schlafen also pünktlich zur Tagesschau ein und was morgens um halbsechs läuft weiß ich nicht. Warum gibt’s erst um 7 Uhr Frühstück?
Happy Birthday Jenny und Sarah.
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