Posterous theme by Cory Watilo

Filed under: Massage

Vientiane – Pakse

Wir liegen im Bus. Richtig, wir liegen. Hier gibt es keine Sitze. Übrigens wurden diesmal die Plastiktüten gleich an der Tür verteilt, wir greifen beherzt zu.
Die Doppelbetten sind ca 1,20×1,80m und der Platz reicht ganz gut aus. Wäre da nur nicht die Höhe. Wir sind nämlich im Obergeschoss gelandet und bei einer ganzen Drehung kracht man aus 2m Höhe auf den Boden und bricht sich das Genick. Der Mann schläft also vorne.
Gegenüber liegen zwei besoffene Finnen, die sich bereits für Ihren Zustand entschuldigt haben. Nach 36 Stunden Busfahrt durch Vietnam und zwei platten Reifen sei das den beiden aber gegönnt. Ob wir denen unsere Tüten anbieten sollen?
In Vientiane haben wir uns die restliche Zeit mit einer Lao-Massage auf einem Tempelgelände vertrieben. Ähnlich der Thai-Maltretierung wird bei dieser Art jede Kugel eines Gelenks kurz Ihrem Ursprungszustand entrissen. Angespannt wartet das Opfer dann bis der Knochen wieder am richtigen Platz ist. “Knacks, Aua, it’s schon Ok, He, he!”

Ganz grob sind wir jetzt unterwegs nach Angkor Wat.

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Chiang Mai – Mit den Füßen im Aquarium

Chiang Mai ist wirklich ein nettes Städtchen und es gibt bestimmt genau so viele Tempel wie in Singapur Shopping Malls. Darüber hinaus haben Malls und Tempel noch etwas gemeinsam: Kennst du einen, kennst du alle.
Ein Tempel liegt allerdings ausserhalb der Stadt, Doi Suthep. Man könnte jetzt eine Bus-Tour machen, mit dem Taxi oder mit dem Tuktuk fahren. Aufgrund der Verkehrslage würde das aber sehr sehr sehr lange dauern. Man müsste so ein Moped haben, wie die Thais, um zwischen den Autos navigieren zu können. Eine Idee war geboren und ein Roller gemietet. Das geht hier eigentlich genauso schnell wie die Essenszubereitung in Garküchen.
Die Verkehrsregeln lernen wir ziemlich schnell beim Fahren. Es gibt keine. Und alles was bei uns verboten ist, ist hier erlaubt. Mopedfahren macht Spaß und ist nichts für Angsthasen.
Der angepeilte Tempel liegt auf einem Berg und man hat eine schöne Aussicht über die Stadt. Irgendwie erinnert das ans Käppele in Würzburg.
Weil wir vor unserem Roller-Trip zu Fuß unterwegs waren, war eine Massage Pflicht. Allerdings macht man hier abgefahrenere Sachen. In Bangkok hatten wir schon von einem Fish-Spa gelesen und drüber gelacht. Heute haben wir es ausprobiert. Dabei hängt man seine Füße in ein Aquarium voller kleiner Fische, die sofort anfangen an denselbigen herumzuknabbern. Es fühlt sich an wie Kohlensäure in Mineralwasser, nur intensiver. Sind wir jetzt Wale, bei denen die Parasiten abgefressen werden? Für kurze Zeit lebt man mit den kleinen Tierchen in perfekter Symbiose.
Nachts tuckerten wir auf dem Roller zurück an unseren Bungalow. Gastgeber Peter hat uns und den Australiern eine interassente Nachhilfestunde in internationer Geschichte gegeben. Peter weiß alles. Das Bier ist leer. Wir gehen ins Bett.

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